Das Literaturmagazin

The online lit mag

Am 1gangwayLogo-1996.gif. Juni 1996 erschien in Wien, Graz und Sydney das Internetmagazin Gangway als eines der ersten Journale im damals noch ganz neuen Medium. Ursprünglich in vierteljährlicher Erscheinungsweise, gibt es mittlerweile über 45 Ausgaben online, sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache. Das Magazin hat seinen Schwerpunkt auf Exilautoren und Auswanderern (wie dem Herausgeber selbst), die zeitgenössische Literatur, Gedichte, Kurzgeschichten und experimentelle Prosa „aus der Fremde“ präsentieren. Gangway wird digital sowohl von DILIMAG (Digitale Literaturmagazine) an der Universität Innsbruck, als auch von der Australischen Nationalbibliothek in Canberra archiviert.

Nach dem Erscheinen der Jubiläumsausgabe Gangway #32 – 20 Jahre Gangan Verlag, die im Literaturhaus Graz im Juni 2004 gefeiert wurde, wechselte der österreichisch-australische Doppelstaatsbürger Ganglbauer das Konzept: Online Magazine gibt es mittlerweile viele; und sie kommen und gehen. In einer sich rasch verändernden virtuellen Welt scheint es unabdingbar, sich schärfer zu definieren. Der generelle Schwerpunkt von Gangway wird daher von zweisprachigen Australiern und Österreichern auf all jene internationalen AutorInnen verschoben, die im Ausland oder im Exil leben; vorausgesetzt, sie schreiben auf – oder sind übersetzt in – Deutsch oder Englisch. Seither werden thematisierte Ausgaben in unregelmäßiger Erscheinungsweise von Gastherausgebern betreut. Buchbesprechungen, Interviews und aktuelle Sonderthemen wurden ebenfalls nach wie vor von Zeit zu Zeit veröffentlicht. Im Jahr 2009 wurde Twitter integriert und ein ursprünglich auf Yahoo! Groups betriebenes „Schriftsteller Kaffeehaus“ (Diskussionsforum) durch eine Facebook Seite ersetzt.

2012 erfolgte im Zuge einer völligen Neugestaltung des Webauftrittes sowie auch aufgrund des Umzuges Gerald Ganglbauers von Australien nach Österreich eine Neustrukturierung des Magazins in vier Sektionen: Zur neuen Literatur (Magazine) und Besprechungen neuer Bücher (Book Reviews) kam nun ein einem Blog ähnliches Feuilleton (Specials) mit laufend aktuell geposteten Kulturberichten, sowie eine Sektion neuer Musik (Music Reviews), in der das Magazin alternative Musiker und Indie Bands vorstellt, alles von Jazz bis Rock und sogar Pop. Damit wurde aus dem ursprünglichen Literaturmagazin ein modernes Kulturmagazin.

Gangan Literaturmagazin

cropped-ggblog-button2017literatur.pngIm Jahr 2016, nach 20 Jahren des Erscheinens, wurde Gangway Magazine wieder umgebaut und das neu gestaltete Literaturmagazin Gangan Lit-Mag (Primärliteratur, neue Texte, neue Domain gangan.at) aus dem Gangway Magazin (Kulturjournalismus, neue Domain gangway.at) ausgegliedert. Ganglbauer kündigte in einer Presseaussendung jedoch an, das Literaturmagazin aus Krankheitsgründen mit der 50. Ausgabe (Herbst 2017) einzustellen, sollten sich keine Gastherausgeber finden.

in: Wikipedia: Gangway (Zeitschrift)